Schlaflos

Heute bin ich, wie viele Jahre nötig und üblich, um 4:45 Uhr aufgewacht. In meinem neuen Leben kann ich länger schlafen, drehe mich daher um diese Zeit wieder um und genieße die neue Freiheit. Heut zuckte mir jedoch ein banaler Termin durch den Kopf, ich schlief nicht mehr ein und begann den Tag mit müden Augen und Lesebrille auf kleinem Display mit meiner üblichen Presseschau. Auf einem von mir gerne und häufig frequentierten Blog war ein kleiner, gehässiger Beitrag zu Feminismus und roten Zelten, die eine „experimentelle Kreativagentur“ auf Festivals aufstellen möchte, um gemeinsam zu menstruieren oder sich darüber zu informieren oder was auch immer.

Das Thema kreiste in meinem müden Hirn umher und mir fiel auf, dass sich diese plakativen Aktionen von Feministinnen oft um zwei Themen drehen, die eng miteinander verbunden sind: Menstruieren und Abtreibung.

Geht man einmal biologisch an das erste Thema ran, bedeutet Menstruation ja nichts anderes als „nicht schwanger“. Und beim zweiten Thema ist das Ergebnis auch wieder „nicht schwanger“. Damit setzt diese Bewegung in meiner Wahrnehmung den Schwerpunkt gezielt nicht auf das, was Frauen von Natur aus besonders macht: Kinder kriegen!

Aber ist es nicht diese Eigenschaft, die uns hervorhebt, die uns wertvoll macht, die das für jede Population Überlebenswichtige bedeutet?

Statt dessen sollen wir mit der Unterstützung der Bewegung jedem beweisen, dass wir alles andere auch können. Ach, was rede ich, besser können. Nur das, wofür uns die Natur so einmalig und erstklassig ausgestattet hat, das kommt in all der öffentlichen Diskussion nicht mehr vor. Vielleicht noch ein wenig, am Rande, als Problem der Vereinbarkeit, das es mit vereinten gesellschaftlichen Kräften zu lösen gilt. Eule