Dank geben, Mut spenden

An manchen Tagen sprudeln die Ideen und an anderen Tagen weiß ich kaum, was ich schreiben soll. Heute hätte ich viel zu Vielem zu sagen und schreibe doch nur ein paar ganz persönliche Zeilen.

Ich habe geraucht, viele Jahre, lange heimlich und in manchen Situationen unheimlich viel. Ein Kölsch in der einen Hand und die Kippe in der anderen Hand gehörten für mich zur Theke wie Himmel zu Äd.

Im Jahr des deutschen Sommermärchens verbrachte ich mit meiner Freundin einen geselligen Abend im örtlichen Irish Pub. Von dort aus waren es nur wenige Meter bis zur Haltestelle des ÖPNV, so dass wir nach einigen großen irischen Bieren beschwipst in unsere jeweiligen Verkehrsmittel fielen und uns sanft nach Hause schaukeln ließen.

Am nächsten Tag erreichte mich eine Mail von ihr. Neben allgemeinen Anmerkungen zum Abend und zum anstehenden Arbeitstag schrieb sie mir mittendrin folgenden Satz:

„Wenn du so weiterrauchst, schaust du in zwei Jahren morgens in den Spiegel und siehst älter aus als deine Mutter.“

Es war genau der Impuls, den ich damals brauchte. Ich habe seither nicht mehr geraucht. Ich behaupte nicht, dass es einfach war oder ist. Man bleibt ein Leben lang Raucher, das ist die traurige Wahrheit. Und nicht zu Rauchen ist ein fortwährender Kampf gegen sich selbst, bei dem die Schlachten aber mit der Zeit seltener und leichter werden!

 

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