Milchmädchen

Seit vor einigen Wochen im lokalen Supermarkt Joghurts einer bestimmten Marke im Wochenangebot waren und ich in einem Zustand der Konsumlaune zuschlug, ist der Konsum von Milchprodukten in unserem Haushalt stark angestiegen. Das Problem an den Milchprodukten ist aus Sicht einer Mutter, die ihre Lieben gleichzeitig gesund und ökologisch korrekt ernähren möchte, neben den Zutaten natürlich auch die Verpackung.

So wanderten seither jede Woche Joghurtbecher und Aludeckel  im unteren zweistelligen Bereich in die gelbe Tonne und ärgerten mich! Es reifte in mir die Idee des Selbermachens, langsam aber stetig.

Vor einigen Tagen verkündete ich beim Mittagessen zwei verdutzten Kindern fröhlich, dass „die Mama“ den Joghurt künftig selbst herstellen würde. In Gedanken sah ich mich mit kariertem Kopftuch und Schürze in einer bäuerlichen Käseküche, wo ich wohlgelaunt mit einer Harfe den Käse brach.

Dem Großen blieb das Brot beinahe im Halse stecken und er fragte mich ernst und fast schon feindselig: „Welche Greta ist dir denn über den Rücken gelaufen?“

Nach einem Moment des ungläubigen Innehaltens musste ich über den Spruch laut lachen. Aber ich erkannte, dass sich die Jugend unter der ökologischen Dauerbeschallung durch Schule, Medien und Elternhaus am Ende ganz anders entscheiden könnte, als wir das hoffen…

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