was denn nun?

Die Tage habe ich bei MEX den Beitrag „Frag Tenhagen – Wo ist die Inflation geblieben?“ gesehen. Und nach allerlei Geplänkel darüber, wo wohl die Inflation geblieben sei, ging es auch um den den Preisanstieg bei Mieten. Von einer Passantin wurde der Preisanstieg mal locker auf 22,4% geschätzt. Und wenn man mal so in sich geht, dann ist das doch das, was einem die Berichterstattung in den Medien und die politische Diskussion der letzten Monate ins Hirn gebrannt hat.

Nein, sagt da der Fachmann. Die Preissteigerung bei Mieten lag in den letzten vier Jahren nur bei insgesamt 5,4 %, also mit knapp 1,4 % pro Jahr noch unter der allgemeinen Preissteigerung, „denn explodierende Mieten treffen nur eine Minderheit“. Die Mieten steigen sehr stark in Ballungsräumen und sie steigen sehr stark für Neuvermietungen. Wer also nicht in Ballungsräume umzieht, ist davon nicht betroffen, und das scheint die Mehrheit der Mieterhaushalte zu sein.

Daraus folgt doch dann, dass der gesamte politische Aktionismus nur wenigen dient und gleichzeitig sehr vielen schadet, oder?

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