oh, wie war das schön

Im Januar saßen wir bei einer Karnevalssitzung zufällig an einem Tisch, sie lachte mich an, zeigte auf sich und nannte den Namen ihres Hundes. Ich lachte zurück und krähte den Namen meines Hundes fröhlich in die Runde. „Prost, Alaaf!“ In Köln als Grundlage für eine dauerhafte Freundschaft ausreichend.

Seither sehen wir uns häufiger beim Gassigang und laufen miteinander durchs matschige Feld. Sie arbeitet im Gesundheitswesen und sie ist einer meiner Anknüpfungspunkte für gesunden Menschenverstand in Zeiten verordneten Irrsinns. Wir reden über dies und das und in letzter Zeit zunehmend über all das, was nicht mehr geht. Das macht traurig und ist gleichzeitig tröstlich: Man ist nicht allein mit seinem Frust!

Verschwörerisch lacht sie mir heute zu, dass der Mann gestern ins Dänische Bettenlager gefahren sei. Nur um einmal etwas anderes als den Supermarkt zu sehen. Ich halte inne und beichte ihr, dass ich gestern über eine Stunde lang durch den lokalen KODi gelaufen bin. Ich habe an jeder einzelnen Duftkerze geschnuppert, das Kurzwarenangebot studiert und anschließend überglücklich zwei Pakete Spontex Schwämme heimgetragen. Stadtbummel in Zeiten von Corona…