Hausgemacht

Vor einigen Jahren gab es einen Werbespot, in dem die dralle Maid dem Degenkämpfer erklärte, dass bei ihr noch alles hausgemacht sei. Gestern war ich bei einem kleinen Hauskonzert, es spielten drei Klavierschüler zum Abschluss des Schuljahres. Beim anschließenden Kaffee kamen die anwesenden Erwachsenen ins Gespräch und stellten fest, wie schwer es ist, Kinder zum … Hausgemacht weiterlesen

So Long, Marianne

Seit meine beste Freundin vor gut 30 Jahren einen sinnlosen Drogentod starb, bin ich irgendwie verwaist zurück geblieben. In den vielen Jahren seither gab es immer wieder Momente, wo ich sie ganz besonders vermisste. Heute habe ich verstanden, dass manche Menschen ihren Weg einfach gehen müssen und man sie nicht aufhalten kann. Keine Erziehung und … So Long, Marianne weiterlesen

En unserem Elendsviertel

Beim morgendlichen Spaziergang mit dem Hund wurde deutlich, dass zumindest die Jugend der verordneten Stallhaltung dadurch entgeht, dass sie geschützte Winkel im Freien aufsucht und sich in Gruppen trifft. Leider vergisst die Jugend dabei, den Unrat der Feierlichkeit anschließend wieder mitzunehmen und das Umfeld der Feuerstellen im Auenwald umgibt ein Hauch von Slum. Kinder spielen … En unserem Elendsviertel weiterlesen

Fürchte dich nicht

Das Virus hat uns verändert. Es hat alles zerstört dessen wir uns so sicher schienen und uns in vielerlei Hinsicht die Freiheit genommen. Themen, die gestern noch aktuell waren, sind heute alt und unbedeutend. Menschen, die gestern noch wichtig waren, haben ihre Medienpräsenz an andere abgegeben, die man vorher nicht kannte und an die man … Fürchte dich nicht weiterlesen

Versager

Vor ein paar Tagen sprach ich mit einer befreundeten Hausfrau und Mutter über die allabendlich in unserer Straße stattfindende Klatsch-  und Singorgie für systemrelevante Berufsgruppen um 21 Uhr. Typisch für Köln singt man "En unserem Veedel" und schunkelt selbstzufrieden gemeinsam aber im sicheren Corona Abstand voneinander. "Wer klatscht und singt für uns?" fragte sie kopfschüttelnd. … Versager weiterlesen

zu spät

Als Kind war das Christkind für mich immer so eine sphärische Gestalt in weißem Nachthemd und langen blonden Haaren, das zufällig immer dann durch die offene Terrassentür geflogen kam, wenn ich auf der Waschmaschine saß und meine Mutter mir die Haare kämmte. So blieb mir dann nur der Blick auf den aufgeregt fuchtelnden Vater, die … zu spät weiterlesen

Time Warp

Früher, als ich noch ein Kind war, da gab es in einem Kaufhaus in meiner Stadt noch eine Tierabteilung. Sie lag in der hinteren Ecke der obersten Etage und am Eingang, hinter zwei großen Schaufensterscheiben, saßen auf der einen Seite winselnde kleine Hunde und auf der anderen Seite schnurrende Kätzchen, die auf Käufer warteten. Mit … Time Warp weiterlesen

Das stumme Volk

Als ich heute Morgen mit dem Hund und zwei fröhlich brabbelnden Achtjährigen am Rhein spazierte, achtete jeder der wenigen Hundegänger und Jogger die unterwegs waren, peinlichst auf die Einhaltung des aktuell empfohlenen Mindestabstands zwischen Menschen in der Öffentlichkeit. Als sich kurz drei Hundehalter begegneten und es zu einem spontanen kurzen Austausch kam, blickte sich jeder … Das stumme Volk weiterlesen

Durchatmen

Am Sonntagabend habe ich beim Genuss einer Folge der aktuellen Lieblingsserie "Good Behavior" tatsächlich für einen Moment das aktuelle Chaos um mich herum vergessen. Beim Abspann, begleitet vom sonoren Schnarchen des Hundes, kroch dann allerdings die ganze surreale Wirklichkeit wieder in mein Bewusstsein hoch. Es erinnerte mich an meine Kindheit, wenn eine schlechte Schulnote oder … Durchatmen weiterlesen