Das bin ich

IMG_6187In einer fernen Zeit, als mir die Lebenserfahrung die Träume noch nicht aberzogen hatte, da wollte ich Künstlerin werden. In meiner Vorstellung stand ich in einem lichtdurchfluteten Loft, trug extravagante Kleider und Frisuren und malte großformatige Bilder, für die sich, wie durch Zauberhand, stets zahlungskräftige Sammler fanden. Dass meine künstlerischen Fähigkeiten eher bescheiden waren, störte meine Träume nicht, das Handwerk würde ich schon an einer der einschlägigen Akademien erwerben. Zu dieser Zeit ging ich für Frieden und Abrüstung in lila Latzhosen auf die Straße und fand Emanzipation, Hausbesetzung und politischen Widerstand großartig. Aus dieser Zeit stammt der Name Aradia Rana.

Je näher die durch Abgabe einer Mappe einzuleitende Aufnahmeprüfung rückte, umso „selbstloser“ verabschiedete ich mich von der Kunstidee und versuchte mich kurzzeitig an Jura. Es folgte eine kaufmännische Ausbildung und ein abgeschlossenes Studium der Wirtschaftswissenschaften.

Die letzten knapp 18 Jahre habe ich in einer großen Bank verbracht. Die überwiegende Zeit davon in der Revision („Der Beruf des Revisoren ist der schönste auf der Welt“, Wolfgang Kuhn, zu hören bei YouTube). Ich habe meinen Beruf geliebt und ich habe für die Bank gebrannt. So lange, bis ich unter der Last von „Mad Business“, Familie, Haushalt und Pflegebedürftigkeit der Eltern ausbrannte. Aus dem Schutt und den Trümmern, die mein Vereinbarkeitsirrsinn hinterlassen hatte, bin ich nun neu gestartet. Unter anderem mit diesem Blog.

Die Bilder auf meiner Seite knipse ich selbst. Ich bearbeite sie nicht nach, sie werden nur geschnitten und so verwendet, wie sie aus meinem Handy fallen. Ich bin kein Fotokünstler und versuche es auch nicht zu sein. Auf meinen Seiten stelle ich meine Sicht der Dinge dar, meine persönliche Meinung kann man teilen, muss man aber nicht.